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Titelbeschreibung
Massimo, Francesco Saverio (auch Franz Xaver), dt.-ital. Kurienkardinal, päpstlicher Maior Domus, Präfekt des Apostolischen Palastes u. Vertrauter Pap:
Brief m. eigenh. Unterschrift. Rom, 17. VIII. 1842. 1 S., Gr.-8°. Francesco Saverio Massimo entstammte mütterlicherseits dem sächsischen Herrscherhaus der Wettiner. ?Die Mutter des zukünftigen Kardinals Francesco Saverio Massimo war die deutsche Prinzessin Christine von Sachsen, Gräfin von der Lausitz, Tochter von Prinz Franz Xaver von Sachsen; sein Vater der Italiener Camillo Massimiliano Massimo, Marquis de Roccasecca, 1. Principe di Arsoli. Der Junge ? eines von sechs Kindern der Eltern ? war in Dresden geboren und wuchs in Rom auf, wo er in den geistlichen Stand eintrat und aufgrund hoher Begabung und fürstlicher Abstammung sehr schnell aufstieg [...]. Papst Gregor XVI. berief den jungen Priester an die Kurie und in seine unmittelbare Umgebung. Er machte ihn zu seinem Kämmerer und persönlichen Maior Domus (Chef des Haushalts), später zum Präfekten des Apostolischen Palastes. Im Konsistorium vom 12. Februar 1838 ernannte er den Prälaten zum ?Kardinal in pectore?, also ohne Veröffentlichung der Kreation. Publiziert wurde die Kardinalserhebung im Konsistorium vom 24. Januar 1842, am 27. Januar erhielt Francesco Saverio Massimo den roten Kardinalshut und seine Titelkirche Santa Maria in Domnica.[1] Er gehörte der Gruppe der Kardinaldiakone an. Am 11. März 1843 trat der Kardinal in den Dienst der Propaganda Fide, am 14. November des Jahres avancierte er zum Päpstlichen Legaten in Ravenna. Hier verfasste er 1845 einen berühmt gewordenen Bericht, in dem er schonungslos realistisch die wachsende Entfremdung der Gesellschaft von der päpstlichen Regierung offen legt [...]. Francesco Saverio Massimo nahm am Konklave von 1846 teil, das Papst Pius IX. wählte. Auch der neue Papst verwandte den Prälaten in der Kurie. Er wechselte in die Verwaltung des Kirchenstaates, wo er die Kongregation für Wasser und Straßen leitete, also quasi Verkehrs- und Gewässerminister des Landes war. Der Kardinal verstarb schon mit knapp 42 Jahren, am 11. Januar 1848 in Rom. Am 15. des Monats fanden die Trauerfeierlichkeiten in der römischen Basilika San Lorenzo in Damaso statt, an denen Papst Pius IX. persönlich teilnahm [...]? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Italienisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.
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